13.04.2026 - ARGE UFH 25/03 - UFH Landesverbandstagung 2026Hessische Unternehmerfrauen ziehen Bilanz
Mitgliederversammlung rückt Digitalisierung und Fachkräftesicherung in den Fokus
Der Landesverband Hessen der UnternehmerFrauen im Handwerk e. V. (UFH) hat im März seine Mitgliederversammlung in den Räumen der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Frankfurt durchgeführt. Dabei wurde das Verbandsjahr 2025 resümiert und die Weiterführung und Entwicklung der Vereinsarbeit besprochen.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main Dr. Christof Riess die Anwesenden und betonte: „Das Handwerk braucht mehr Unternehmerinnen, die Verantwortung übernehmen, Betriebe weiterentwickeln und als Vorbilder sichtbar sind. Gerade junge Menschen suchen heute berufliche Perspektiven, die Sinn stiften und Zukunft haben. Das Handwerk bietet genau das. Gemeinsam mit engagierten Unternehmerfrauen können wir neue Zielgruppen für das Handwerk gewinnen und unsere Betriebe in der Region nachhaltig stärken.“
Im Anschluss begrüßte die UFH-Vorsitzende Regina Blum Mitglieder und Delegierte aus verschiedenen Arbeitskreisen, Gäste sowie den neuen Vertreter der IKK classic Benedikt Häuser als Fördermitglied. Sie hob den gemeinsamen Bezug aller Teilnehmenden zum Handwerk hervor: „Was uns verbindet, ist die Leidenschaft für das Handwerk und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Unternehmerfrauen im Handwerk leisten Tag für Tag Enormes, ob als Unternehmerin, Meisterin oder in tragender Rolle im Familienbetrieb. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen wollen wir junge Frauen gezielt ermutigen, ihren eigenen Weg im Handwerk zu gehen. Unser Anspruch ist klar: Nicht lange zögern, sondern machen. Wir packen an, im Betrieb, im Ehrenamt und in unseren Arbeitskreisen und Netzwerken.“
Es folgten Berichte der Delegierten der Unternehmerfrauen aus den Arbeitskreisen Fulda, Marburg, Rhein-Main und Vogelsberg. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig sich Unternehmerfrauen in Hessen engagieren. Die Aktivitäten reichen von Fachvorträgen zu Gesundheitsmanagement, Betriebsübergabe, Resilienz und Gewaltprävention über Informationsabende mit Banken und Versicherern, Betriebsbesichtigungen und Kulturveranstaltungen bis hin zur Teilnahme an bundesweiten Formaten wie dem Bundeskongress und Bildungsreisen.
Gleichzeitig wurde auf die Herausforderung hingewiesen, neue Mitglieder zu gewinnen, da zahlreiche Betriebe altersbedingt schließen und der Fachkräfte- und Unternehmerinnennachwuchs fehle.
Einen weiteren Schwerpunkt der Berichte bildete die Bundesebene: Die zweite Vorsitzende Jutta Zimmer-Kappes informierte über den geplanten Jubiläumskongress 2026 „50 Jahre UFH“, der im Oktober in Thüringen im Eichsfeld geplant sei. Erfreut verkündete Zimmer-Kappes die Rückkehr des Landesverbandes Baden-Württemberg mit 23 Arbeitskreisen und über 1.000 Mitgliedsfrauen in den Bundesverband. Als ein Meilenstein für den Öffentlichkeitsauftritt und der Digitalisierung der Verbandsarbeit wurde die neue und kostenfreie UFH-App vorgestellt. Diese wurde zum Ende des Jahres 2025 eingeführt. Sie ermöglicht es dem Bundesverband Veranstaltungen zentral zu managen und Mitglieder sowie Interessierte effizient und zu informieren.
Im Austausch mit den Fördermitgliedern wurde insbesondere die Zusammenarbeit mit der IKK classic und weiteren Partnern zu den Themen Sozialversicherung, betriebliche Gesundheitsvorsorge und Unterstützung der Handwerksbetriebe durch die Handwerkskammern hervorgehoben. Corinna Haas von der Inga GmbH aus Frankfurt am Main gab Tipps zum Thema Fachkräfte finden. Michelle Baudendistel von der Firma Handwerkweb aus Gelnhausen hielt einen Vortrag zur Nutzung der KI im Handwerk. Ein Ausblick auf weitere Veranstaltungen in diesem Jahr und die nächste Landesverbandstagung der UnternehmerFrauen im Handwerk Hessen, die im ersten Halbjahr 2027 stattfinden soll, rundeten die Tagung ab.
Interessierte Unternehmerfrauen aus ganz Hessen können für weitere Informationen die UFH-App nutzen oder sich direkt an die UFH-Geschäftsstelle Hessen bei der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern wenden:
Ruth Göbel
Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden,
Telefon 0611 136-219