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Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Ein Taschenrechner liegt auf den Zahlen einer Bilanz uns Statistik. Symbolphoto für Umsatz, Gewinn und Kosten.

Konjunkturdaten

Hessisches Handwerk weiterhin in guter Verfassung
Preisanstieg belastet Entwicklung 

Das Handwerk in Hessen kann in Summe eine erfreulich positive Bilanz für das erste Quartal 2022 ziehen. 83 Prozent der rund 77.000 hessischen Handwerksbetriebe bewerten ihre geschäftliche Situation der ersten drei Monate des Jahres als „gut“ oder zumindest „befriedigend.“ Auch die Geschäftserwartungen für das zweite Quartal sind optimistischer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. So rechnen 68 Prozent der Betriebe für das zweite Quartal mit einer gleichbleibenden (Vorjahr 60,9 Prozent), 12,5 Prozent mit einer verbesserten (Vorjahr 16,7 Prozent) und 19,5 Prozent mit einer verschlechterten Geschäftslage (Vorjahr: 22,4 Prozent). „Die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie scheinen überstanden und die Betriebe erwarten nach dem Wegfall der staatlichen Auflagen eine weitere Belebung ihrer Geschäftslage. Allerdings sind die neuen Belastungen durch den Ukraine-Krieg noch nicht in die Antworten der Betriebsinhaber eingeflossen“, so Bernhard Mundschenk, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. Signifikant verändert habe sich allerdings bereits im ersten Quartal die Preisentwicklung. Bei fast 90 Prozent der Handwerksbetriebe sind die Einkaufspreise gestiegen. Umgekehrt hätten nahezu 62 Prozent die Verkaufspreise erhöhen müssen. 

Hauptverantwortlich für die insgesamt noch robuste Situation im hessischen Handwerk im ersten Quartal ist das Bau- und Ausbaugewerbe sowie die Betriebe des gewerblichen Bedarfs, da sich diese Betriebe nach wie vor in einer guten Geschäftslage mit hoher Kapazitätsauslastung befinden. Während die Rückmeldungen der Gesundheitshandwerke im Vergleich zum Vorquartal nur eine leichte Verschlechterung in der Bewertung der Geschäftslage erkennen lassen, hat sich die Situation der Nahrungsmittelhandwerke dagegen deutlich verschlechtert. Verantwortlich hierfür ist der Anstieg der Preise für Energie und Vorprodukte. Weiterhin unterdurchschnittlich entwickelt hat sich das Kfz-Handwerk. Ein Grund für die schlechte Verfassung dürfte der Rückgang der Neuzulassungen sein. Zusätzlich haben die massiv gestiegenen Rohöl- und Kraftstoffpreise entsprechende negative Auswirkungen. 

Nach der Überwindung der unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie überschatten aktuell neue Herausforderungen im Zuge des Ukraine-Krieges die Entwicklung. Mundschenk: „Enorme Preissteigerungen und Materialengpässe aufgrund der Störungen der globalen Lieferketten weiten sich aus und führen zu neuen Belastungen der Betriebe. Es ist davon auszugehen, dass sich die Auswirkungen bisher noch nicht vollständig im Antwortverhalten niedergeschlagen haben und sich erst in den Folgequartalen verstärkt bemerkbar machen.“ Auch die Investitionspläne im Handwerk blieben weiterhin verhalten und weisen auf eine wachsende Unsicherheit und Zurückhaltung bei der Aufnahme neuer oder dem Einsatz bestehender Finanzmittel hin.