junges team arbeitet an der existenzgründung
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junges team arbeitet an der existenzgründung

Gründerreport 2017

Die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern und die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern haben den gemeinsamen Gründerreport 2017 vorgelegt. Der Report zeigt, dass sich die positive Lage auf dem Arbeitsmarkt mit guten Beschäftigungschancen auch auf das Gründungsgeschehen auswirkt. Weniger Unternehmen werden aus der „Not“ heraus gegründet und qualitativ gut vorbereitete „Chancengründungen“ überwiegen.

Im Vergleich zum Jahr 2015 ist die Anzahl der Gewerbeanmeldungen in 2016 rückläufig und auf insgesamt 61.890 gesunken (2015: 63.583).

Das Gründungsgeschehen konzentriert sich weiterhin vor allem auf Ballungszentren und Städte. Die Gründungsschwerpunkte bei den Betrieben der Industrie- und Handelskammer liegen vor allem in den Bereichen Dienstleistungen, Handel und im Baugewerbe. Bei den Handwerkskammern sind es die Handwerksgruppen des Ausbaugewerbes, der persönlichen Dienstleistungen sowie des Bauhauptgewerbes.

Auffällig ist, dass sich Gewerbetreibende mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit sowie Menschen mit Migrationshintergrund als besonders gründungsfreudig zeigen. Der Ausländeranteil ist doppelt so hoch wie der landesweite Ausländeranteil in der Bevölkerung.

Der Anteil an Gründerinnen in Hessen liegt mit 35,4 Prozent geringfügig über dem deutschlandweiten Niveau von 34,1 Prozent.