Arbeitsstätte

Betriebsnachfolge im Handwerk

Schwierige Suche nach einem Betriebsnachfolger

Es wird deutlich, dass es für Handwerkbetriebe zunehmend schwieriger wird, einen geeigneten Nachfolger bzw. eine geeignete Nachfolgerin zu finden. Betriebsinhaber im Handwerk weisen im Vergleich mit dem Durchschnitt der Erwerbstätigen ein vergleichsweise hohes Alter auf. Immerhin 29 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihr Unternehmen in den kommenden fünf Jahren zu übergeben. Weitere 9 Prozent - darunter viele Solo-Selbständige - beabsichtigen eine Geschäftsaufgabe mit dem Antreten des Ruhestandes.

Für ¾ dieser Betriebe ist die Nachfolge bereits geregelt. Dabei dominiert nach wie vor die Betriebsübergabe innerhalb der Familie mit 45 Prozent, ist aber rückläufig. Bei 17 Prozent ist der voraussichtliche Nachfolger ein bisheriger Mitarbeiter, 16 Prozent planen mit einem externen Nachfolger.

Das Hauptproblem neben dem Finden eines Nachfolgers ist die Ermittlung des Unternehmenswertes. Hier ist die Beratungsleistung der handwerkseigenen Betriebsberater eine wichtige Unterstützung. Neben den Steuerberatern werden die individuellen Betriebsberatungen sowie Informationsveranstaltungen der verschiedenen Handwerksorganisationen im Übergabeprozess sehr häufig in Anspruch genommen.

Soweit eine Unternehmensbewertung bereits vorliegt, wird diese von den Betriebsinhabern zumeist als zutreffend eingeschätzt. Bei der Erfolgswahrscheinlichkeit einer Betriesübergabe sind 51 Prozent der Befragten optimistisch, aber immerhin 39 Prozent skeptisch. 

Die ausführlichen Umfrage-Ergebnisse mit Differenzierung auch nach Branchen und Gesellschaftsform stehen hier zum Herunterladen zur Verfügung.